Wer war das? Oder der gute Umgang mit Fehlern

Zahlreiche Unternehmen sprechen von einer positiven Fehlerkultur oder schreiben in Leitbildern Sätze wie „Bei uns dürfen Fehler gemacht werden“. In der Realität sieht dies häufig ganz anders aus. Passiert ein Fehler, wird nach einem Schuldigen gesucht. Hand aufs Herz, haben Sie sich nicht auch schon das ein oder andere Mal gefragt „wer war das“? Und Sie wollten unbedingt von Ihrem Mitarbeitenden wissen warum denn der Fehler passiert sei. Mal ehrlich, das bringt Sie kein bisschen weiter. 

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Wer kann schon Gedanken lesen?
Kommunizieren Sie Ihre Erwartungen

Erst neulich habe ich im Führungstraining eine Übung gemacht, die die eigene Reflexion ankurbeln soll. Unter anderem arbeite ich gerne mit der Frage: „Welche Erwartungen haben Sie an Ihre Mitarbeiter?“. Die Liste ist in der Regel groß und die Führungskräfte lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Und darauf stelle ich dann eine weitere wichtige Frage: „Wie kommunizieren Sie Ihre Erwartungen an den Mitarbeiter (oder den Vorgesetzen?)“. Spannend war die daraufhin entbrannte Diskussion, die ich übrigens häufig mit Führungskräften führe. Ich erhielt Aussagen wie: „Die Erwartungen sind doch selbstverständlich, darüber haben wir im Jahresgespräch letztes Jahr gesprochen“ oder „das wissen die“. „Woher?“ lautet meine knappe Antwort.
Woher soll der Mitarbeiter wissen, was Sie als Führungskraft von ihm erwarten? Die einzige Ausnahme ist, wenn ein Mitarbeiter die Fähigkeit des Gedankenlesens beherrscht…

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Mehr Zeit zum Führen oder die Wiederentdeckung der Langsamkeit

Kürzlich berichtete mir eine Führungskraft im Seminar von ihrem Tagesablauf. Perplex stand ich im Seminarraum und fragte „Wie schaffen Sie das alles?“ – Die Antwort war: „Gar nicht!“ Entschuldigung, aber da läuft etwas gewaltig schief. Oder geht es Ihnen etwa auch so im Tagesgeschäft?

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Kennen Sie den Minimumfaktor?

Nur alleine mit Wasser kann eine Pflanze nicht überleben. Sie benötigt ein Minimum an Licht, sonst geht sie ein. Bei Mitarbeitenden besteht der sogenannte Minimumfaktor aus Anerkennung, Aufmerksamkeit, Feedback und Wertschätzung. Wenn der Minimumfaktor nicht erfüllt wird, führt dieser Mangel bei Mitarbeitenden zu Unzufriedenheit und „Dienst nach Vorschrift“ bis hin zur inneren Kündigung. weiterlesen…

Der Körper ist der größte Schwätzer aller Zeiten

Ich bin ein großer Bewunderer des Pantomimen und Autors Prof. Samy Molcho und verfolge seine Aktivitäten schon seit vielen Jahren. Prof. Samy Molcho, geboren 1936 in Tel Aviv, ist die internationale Kapazität auf dem Gebiet der Körpersprache. Seit über 30 Jahren hält er Vorträge, Seminare und Coachings in aller Welt, ist Autor zahlreicher Bestseller über Körpersprache und gilt als einer der bedeutendsten Pantomimen des 20. Jahrhunderts. Ich habe mich in mehreren Seminaren durch ihn in Körpersprache ausbilden lassen.

Die Aussage Der Körper ist der Handschuh der Seele von Prof. Molcho möchte ich gerne kurz beleuchten. Immer wieder fragen mich Führungskräfte was gewisse Körpersignale bedeuten. Was bedeuten verschränkte Arme oder die Raute von Frau Merkel? Ich glaube, dass dies nicht der richtige Ansatz ist, um Körpersprache zu lesen. Denn hier geht es um die reine Interpretation von Gestik und Mimik. Körpersprache ist viel mehr: Sie ist Ausdruck unserer Emotionen und läuft bei den meisten Menschen unbewusst ab. weiterlesen…

Die Kraft der Fokussierung – praktische Übungen für Ihren Alltag

Immer mehr Führungskräfte entdecken die Themen Achtsamkeit und Meditation als probates Mittel, um ihre Arbeitsfähigkeit, Gesundheit und Lebenszufriedenheit zu stärken. Von Firmen im Silicon Valley bis in deutsche Unternehmen gibt es immer mehr Geschäftsführer und Führungskräfte, die regelmäßig meditieren und auch ihren Mitarbeitenden den Zugang zu einem Leben mit mehr Achtsamkeit ermöglichen möchten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Meditation und Entspannungsübungen durchaus positive Auswirkungen auf Konzentrationsfähigkeit und Produktivität haben. Nur wie können wir diese Übungen in unseren Alltag integrieren? Die wenigsten können sich im Tagesgeschäft für eine 30-minütige Meditation zurückziehen oder die Yogamatte ausrollen. weiterlesen…

Die Bedeutung des Feedbacks und sein derzeitiges Schattendasein im Führungsalltag

Wie lange Mitarbeitende im Unternehmen bleiben und wie produktiv sie in dieser Zeit sind, hängt in erster Linie vom Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten ab. Das belegte unter anderem der im vergangenen Monat vorgestellte Engagement Index 2016 des Beratungsunternehmens Gallup in Berlin. Grundsätzlich sind laut Gallup-Studie die deutschen Arbeitnehmer zufrieden mit sich und ihrem Leben, sie bewerten die ökonomische Lage positiv und bangen kaum um ihren Arbeitsplatz. Auch ihre Arbeitseinstellung ist positiv. Allerdings ergab die Umfrage unter insgesamt 1.413 zufällig ausgewählten Arbeitnehmern, dass die Mehrheit der Mitarbeitenden emotional kaum an ihren Arbeitgeber gebunden ist. Das wirkt sich direkt auf wichtige Wettbewerbsfaktoren wie Fehlzeiten, Produktivität, Rentabilität, Qualität und Kundenbindung aus. Denn Arbeitnehmer, die sich emotional nicht an ihren Arbeitgeber gebunden fühlen, zeigen wenig Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein – und schweigen auch häufiger zu Fehlentwicklungen. Problematisch für Arbeitgeber ist die hohe Wechselbereitschaft einer gering gebundenen Belegschaft. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels stellt sie Unternehmen vor große Herausforderungen. Ein wichtiger Faktor, um Mitarbeitende zu halten und zu binden, ist neben Arbeitsplatzsicherheit, Entlohnung, Sozialleistungen oder flexible Arbeitszeit die emotionale Bindung zum Unternehmen. Laut Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup, wird emotionale Bindung im direkten Arbeitsumfeld erzeugt, und der direkte Vorgesetzte ist dabei das A und O. weiterlesen…